Der erste Eindruck entsteht lange vor der Tür.
- Matthias Spuehler
- 2. Juli
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Juli
Warum eine Digital Front Door weit mehr ist als ein digitales Patientenportal
Vor drei Jahren haben wir erstmals darüber geschrieben, weshalb wir überzeugt sind, dass die Digital Front Door zu einem zentralen Begriff der digitalen Gesundheitsversorgung werden wird.

Damals ging es vor allem um eine Frage:
Was ist eine Digital Front Door?
Heute möchten wir einen Schritt weitergehen.
Denn unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt: Entscheidend ist nicht die digitale Tür selbst. Entscheidend ist das Erlebnis, das bereits vor dem ersten Login beginnt.
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Für uns ist die Digital Front Door der erste sichtbare Baustein einer digitalen Wachstumsplattform für Gesundheitsorganisationen.

Der erste Eindruck entscheidet
Ob digital oder physisch: Wer heute einen Apple Store, einen Digitec-Markt oder moderne Flagship Stores betritt, merkt sofort: Der erste Eindruck entsteht nicht erst im Laden. Er beginnt bereits davor. Grosse Glasfronten schaffen Transparenz.
Besucherinnen und Besucher erkennen sofort:
Welche Produkte angeboten werden.
Welche Dienstleistungen verfügbar sind.
Wie der Laden aufgebaut ist.
Wohin sie als Nächstes gehen.
Der Eingang ist längst Teil des gesamten Kundenerlebnisses.
Genau solche Erfahrungen prägen unsere Erwartungen heute in nahezu allen Lebensbereichen. Die Erwartungen entstehen dabei nicht im Gesundheitswesen. Sie entstehen überall dort, wo Menschen digitale Dienstleistungen nutzen.
Die Digital Front Door beginnt vor dem Login
Patientinnen und Patienten (oder je nach Verständnis sind es Kundinnen und Kunden) bringen diese Erwartungen selbstverständlich auch ins Gesundheitswesen mit:
Sie möchten Leistungen verstehen.
Den richtigen Ansprechpartner finden.
Termine einfach vereinbaren.
Informationen zur richtigen Zeit erhalten.
Und möglichst ohne Hürden mit ihrer Gesundheitsorganisation interagieren.
Genau darin sehen wir die Aufgabe einer Digital Front Door.
Patientinnen und Patienten beginnen ihre Reise heute oft nicht mehr auf der Webseite einer Gesundheitsorganisation. Sie beginnt häufig mit einer Suchanfrage, einer KI oder einer Empfehlung aus ihrem persönlichen Umfeld.
Umso wichtiger wird ein digitaler Zugang, der Orientierung schafft und Menschen intuitiv durch ihre nächsten Schritte begleitet.
Mehr als ein Portal
Viele digitale Angebote beginnen heute dort, wo sich Patientinnen und Patienten anmelden oder identifizieren.
Eine Digital Front Door erweitert diese Perspektive.
Sie verbindet sämtliche digitalen Kontaktpunkte zu einem intuitiven Gesamterlebnis.
So entsteht ein digitaler Zugang, der Menschen dort erreicht, wo sie sich gerade befinden, und sie Schritt für Schritt begleitet. Mit dem Kanal ihrer Wahl, also via App, Web oder Terminals vor Ort. Selbstverständlich mehrsprachig und inklusiv.
Dazu gehören beispielsweise:
Informationen und Leistungen entdecken
Termine online vereinbaren
Digitale Vorbereitung und Patient Intake
Self Check-in und Navigation
Kommunikation während der Behandlung
Nachsorge und Continuity of Care
Einbindung von Angehörigen und Betreuungspersonen
So entsteht Schritt für Schritt ein durchgängiger digitaler Zugang.
Eine Digital Front Door wächst mit der Organisation
Patientenerwartungen verändern sich. Neue digitale Möglichkeiten entstehen.
Organisationen entwickeln ihre Prozesse kontinuierlich weiter.
Deshalb verstehen wir eine Digital Front Door nicht als einmaliges Projekt.
Sie bildet vielmehr das Fundament einer digitalen Wachstumsplattform für Gesundheitsorganisationen.
Eine Digital Front Door wächst gemeinsam mit der Organisation. Bewährte Standardfunktionen lassen sich sofort nutzen. Zusätzliche Module, neue Partnerlösungen und individuelle Anforderungen können dort ergänzt werden, wo sie den grössten Mehrwert schaffen.
Den grössten Mehrwert bietet ein flexibler Ansatz, fokussiert auf den effektiven Nutzen und angepasst auf spezifische Bedürfnisse:
Standardisieren, wo es Prozesse vereinfacht.
Individualisieren, wo es die Organisation stärkt.
Unsere Erfahrung
Unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten zeigt:
Die erfolgreichsten Digitalisierungsprojekte beginnen selten mit der grössten Lösung.
Sie beginnen mit einer klaren Vision und einem ersten Schritt, der für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende einen spürbaren Mehrwert schafft.
Sie verbinden eine langfristige Vision mit einem pragmatischen ersten Schritt.
So entsteht Schritt für Schritt eine Digital Front Door, die mit den Anforderungen der Organisation wächst.
Fazit
Der erste Eindruck entsteht lange vor der Tür.
Im Gesundheitswesen entsteht er häufig bereits beim ersten digitalen Kontakt.
Eine Digital Front Door schafft Orientierung, vereinfacht den Zugang und bildet das Fundament für eine durchgängige Patient Journey.
Genau darin sehen wir einen entscheidenden Baustein einer digitalen Wachstumsplattform für Gesundheitsorganisationen.
Patientenerwartungen entstehen heute nicht mehr im Gesundheitswesen. Sie entstehen überall dort, wo Menschen digitale Dienstleistungen erleben.
Die Aufgabe einer modernen Gesundheitsorganisation besteht deshalb nicht darin, jede digitale Entwicklung neu zu erfinden. Entscheidend ist, die richtigen Erfolgsprinzipien sinnvoll auf die eigenen Prozesse und die Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten zu übertragen.




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